Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtersensible schulische Bildung und Erziehung

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in den "Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtersensible schulische Bildung und Erziehung" Vorgaben und Empfehlungen veröffentlicht, mit denen Bildungsangebote so gestaltet werden sollen, dass geschlechterbezogene Benachteiligungen aufgelöst bzw. vermieden werden. Wesentliche Kernelemente zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern sollen auf allen Wirkungsebenen des Schulwesens entwickelt und verbindlich verankert werden.

Die Leitlinien geben vor, dass die Unterrichtsangebote mit Offenheit für die vielfältigen unterschiedlichen Wertvorstellungen zur Gestaltung der gesellschaftlichen Rollen von Frauen und Männern anzulegen sind. Das gilt insbesondere in einer kulturell und ethnisch zunehmend heterogener werdenden Gesellschaft. Auch die Angebote außerschulischer Träger von Kinder- und Jugendarbeit, die mit Schulen zusammenarbeiten, sind an dem geschlechterbezogenen Förderungsgebot auszurichten.

Die Verantwortlichen auf den verschiedenen Ebenen des Systems (Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungsverwaltung) haben die Aufgabe, Routinen für die Schul-, Unterrichts- und Personalentwicklung einzuführen, um durchgängig und nachhaltig Gender-Wissen und -Kompetenz wirksam einzusetzen.

Die Leitlinien beziehen sich auf mehrere Handlungsfelder und –ziele:
  • Unterrichtsvorgaben, Prüfungsaufgaben, Lehr- und Lernmittel
  • Lehramtsausbildung und –fortbildung
  • Strukturelle Ansätze
  • Personalentwicklung
  • Sachausstattung


Link zum Download: Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.10.2016/ Beschluss der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder vom 15./16.06.2016

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