Jungen als Bildungsverlierer – Brauchen wir eine Männerquote in Kitas und Schulen?

2012_Jungen-als-Bildungsverlierer-Brauchen-wir-eine-Maennerquote-in-Kitas-und-SchulenDie schulischen Leistungen von Jungen verharren seit langem auf dem gleichen Niveau, während Mädchen deutlich bessere Leistungen zeigen. Manche Fachleute führen dies auf den hohen Anteil weiblicher Fachkräfte in Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Kindergärten und Grundschulen zurück. Ist eine Männerquote in Bildungseinrichtungen der Weg zu größerem Bildungserfolg für Jungen?

Mehr männliche Pädagogen sind wünschenswert, damit Kinder vielfältigere Rollenvorbilder erfahren können. Doch stellt sich die Frage, ob sich die derzeitigen Probleme der Jungen im Bildungssystem vor allem über das Geschlecht der Bezugspersonen lösen lassen. Qualifizierte männliche Fachkräfte sind derzeit kaum zu finden. Trägt eine kurzfristig umgesetzte Männerquote in Kitas und Schulen dennoch auch langfristig zur Motivation junger Männer bei, in pädagogischen Berufen zu arbeiten?

Klaus Hurrelmann, Senior Professor an der Hertie School of Governance in Berlin, und Tanjev Schultz, politischer Redakteur der Süddeutschen Zeitung, lassen in ihrer fundierten Streitschrift Expertinnen und Experten aus Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie zu Wort kommen. Nachvollziehbar, engagiert und pointiert argumentieren diese für beziehungsweise gegen eine Männerquote in Kitas und Schulen.

Klaus Hurrelmann / Tanjev Schultz (Hrsg.): Jungen als Bildungsverlierer. Brauchen wir eine Männerquote in Kitas und Schulen? Beltz Juventa Weinheim und Basel 2012, 19,95 Euro. www.beltz.de

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