Elternarbeit in der Schule

In der aktuellen bildungspolitischen Diskussion stellt sich die Frage, inwieweit geschlechtertypische Einstellungen und Verhaltensweisen auf die Entwicklung der Fähigkeiten und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler einwirken. Geschlechtertypische Sozialisation findet in der täglichen Begegnung statt, in der der jeweiligen Person männliche oder weibliche Eigenschaften zugeordnet und damit bestimmte Erwartungen an das Verhalten gerichtet werden (doing gender). Es handelt sich um einen unbewussten Prozess - in diesem Fall zwischen Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern und Eltern. Eltern können im Zusammenhang ihrer Mitwirkungsmöglichkeiten in der Schule einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie diesen Prozess an einigen Stellen bewusst thematisieren. Im Rahmen der

  • schulinternen Gremien (Klassenelternschaft, Schulelternrat, Gesamtkonferenz, Ausschüsse und Arbeitsgemeinschaften), in der
  • außerschulischen Elternvertretung (Schulausschuss, Elternräte) und vor allem in der Kooperation
  • mit Eltern-/Fördervereinen der Schule bieten sich Gelegenheiten, geschlechterbezogene Fragen und Aspekte einzubringen, darüber zu informieren, andere dafür zu sensibilisieren und in dieser Hinsicht die Schule als einen offenen Lernort zu nutzen.

Die folgenden Vorschläge für die Diskussion geschlechterbezogener Themen können in verschiedenen Klassenstufen und Schulformen eingesetzt werden. Da in einer Auseinandersetzung mit diesem Thema auch ein Teil Selbstreflexion gefordert ist, bei Eltern wie bei Lehrerinnen und Lehrern, sollten in einem ersten Schritt allgemeine, sachliche und grundlegende Informationen über geschlechterbezogene Unterschiede vermittelt werden. Erst wenn eine Akzeptanz und damit Sensibilisierung gegeben ist, können persönliche Beobachtungen und Maßnahmen offen diskutiert werden.

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