Schule als offener Lernort: Thema Essstörungen

Sechsjährige sorgen sich um ihr Aussehen im Badeanzug, Zwölfjährige essen mit schlechtem Gewissen und die größte Sorge Fünfzehnjähriger ist: Bin ich zu dick? Ess-Störungen gelten als Ausweichverhalten für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse. Es kann sich um eine Reaktion auf Überforderungen oder unbefriedigende Lebensverhältnisse handeln. Ess-Störungen sind im Vergleich zu Drogen oder Alkohol eher unauffällig. Von Magersucht, Ess-Brechsucht oder Ess-Sucht sind überwiegend Mädchen und Frauen sowie Kinder in immer jüngerem Alter betroffen. Zwei von fünf Mädchen glauben, dass sie zu dick sind. Neu ist jedoch, dass die Zahl der essgestörten Jungen zunimmt. Da diese Störungen bei Jungen weniger vermutet werden, ist es umso wichtiger, auch Eltern von Jungen für dieses Problem zu sensibilisieren. Daher sollte sich eine Informationsveranstaltung für Eltern zu diesem Thema ausdrücklich auch an Eltern von Jungen wenden.

In der Regel gehören Ess-Störungen in therapeutische Behandlung. Daher sollten zu einem solchen Vortragsthema Expertinnen oder Experten aus dem therapeutischen Bereich oder aus der psychosozialen Beratung eingeladen werden. Folgende Fragen können Eltern interessieren:

  • Woran erkennt man Ess-Störungen bei Mädchen und Jungen?

  • Was bringen die Kinder damit zum Ausdruck?

  • In welcher Notlage befinden sie sich?

  • Welche Unterstützung brauchen Eltern?

  • Was sollten Eltern im Umgang mit ihren Kindern beachten?

Informationsmaterial zu Ess-Störungen gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.bzga-essstoerungen.de.

Es ist auch denkbar, in diesem Zusammenhang das Theaterstück "Durch dick und dünn" aufführen zu lassen. Informationen hierzu gibt es unter www.b-albrecht-theater.de/.

Zurück