Lehrer und Lehrerinnen als Identifikationspersonen

Die niedersächsische Landesregierung hat eine "Projektidee zur Personalentwicklung für Lehrkräfte an Grundschulen" entwickelt. "Diese Projektidee basiert auf der Erkenntnis, dass Lehrerinnen und Lehrer über ihr Verhalten als Frau oder Mann Einfluss auf die Ausgestaltung der Geschlechtsidentität der Schülerinnen und Schüler haben. Gemäß ยง 9 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) hat sich die Grundrichtung der Erziehung auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu richten. (...) Für die Entwicklung der Geschlechtsidentität ist es wichtig, dass Jungen und Mädchen in ihrem Schulalltag gleichgeschlechtliche Identifikationspersonen vorfinden."
(aus: Gender Mainstreaming in Niedersachsen)

Diese Maßgabe kann wegen der fehlenden männlichen Lehrkräfte nur ein langfristiges Ziel sein, an das Eltern jedoch immer wieder erinnern sollten. Hinsichtlich der Personalentscheidungen haben Elternvertreter in der Schule zwar kein Mitspracherecht, dennoch können sie in Konferenzen auf diese Problematik verweisen, gerade wenn es um Stellen geht, über die die Schulleitung entscheidet.
Darüber hinaus können Eltern Lehrkräfte unterstützen, die sich im Rahmen von Aus- und Fortbildungen Genderkompetenzen aneignen.

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