Fernsehen

In der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen nimmt das Fernsehen großen Raum ein und stellt somit einen Sozialisationsfaktor auch im Hinblick auf die Geschlechtsrollen dar. So werden beispielsweise Daily Soaps besonders gern von Mädchen in der Pubertät konsumiert und als Rollenorientierung und Identifikationsangebot wahrgenommen. Fernsehen wird immer noch überwiegend aus der Sicht von Männern für Männer gemacht. Dementsprechend sind Frauen unterrepräsentiert und in traditionellen Rollen und häufig als Opfer dargestellt.


Links zum Thema

  • Stefan Aufenanger: Neue Helden für die Männer: Eine sozialisationstheoretische Betrachtung von Männlichkeit und Medien. Der Aufsatz steht auf der Website mediaculture-online zur Verfügung.

  • Maya Götz: Männer sind die Helden. Geschlechterverhältnisse im Kinderfernsehen.
    Die wichtigen Rollen im deutschen Kinderfernsehen spielen nach wie vor Männer bzw. männliche Figuren. Auch wenn Frauen und Mädchen zunehmend stärker berücksichtigt werden, sind Heldinnen deutlich unterrepräsentiert.

  • Isabel Rodde: Coole Powerfrauen und kämpfende Glucken. Der Aufsatz steht auf der Website mediaculture-online zur Verfügung.
    Genderrollen-Darstellung in Film und Fernsehen. Trotz der Zunahme selbstbewusster Frauenfiguren wird bei genauerer Analyse sichtbar, dass die alten weiblichen Rollenklischees weiterwirken.

Literatur

  • Maya Götz (Hrsg.): "Alles Seifenblasen? Die Bedeutung von Daily Soaps im Alltag von Kindern und Jugendlichen" Edition TelevIZIon, München, 2001.
    Kinder und Jugendliche, die regelmäßig Daily Soaps sehen, wurden im Rahmen einer Studie befragt. Ein besonderer Schwerpunkt der Auswertung liegt in der geschlechterspezifischen Perspektive.

  • Esther Sabine Wenger: "Wie im richtigen Fernsehen. Die Inszenierung der Geschlechter in der Fernsehfiktion", Dr. Kovac. Hamburg, 2000.
Zurück