Medienkompetenz

Ziel der Medienerziehung in der Schule ist zum einen, die neuen Medien als hilfreiches Instrument effektiv nutzen zu können, zum anderen kritische Kompetenz und Urteilskraft zu schaffen, die es ermöglicht, sich im Überangebot der Medien zurechtzufinden und deren Botschaften einschätzen und reflektieren zu können. Dies kann fächerübergreifend in allen Lernfeldern, in denen mit (neuen) Medien gearbeitet wird, umgesetzt werden.


Dabei finden sich bei Mädchen und Jungen sozialisationsbedingt unterschiedliche Voraussetzungen und Handlungsmuster vor. Im Fall von Computer und Internet fragen Mädchen eher nach Sinn und Nutzen, während Jungen sich eher dem Medium von der technischen und spielerischen Seite zuwenden. Die Vermittlung von Medienkompetenz kann das Interesse der Mädchen aufgreifen und die technikorientierte Herangehensweise der Jungen ergänzen.


Medienkompetenz umfaßt auch die Sensibilisierung für den Gender Aspekt: Werden Medien von Frauen oder Männern gemacht? Wie sind die Geschlechter in den Medien repräsentiert und in welchen Rollen werden sie dargestellt? Wie werden Medien von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen genutzt? Inwieweit sind Medien auf die Bedürfnisse und Interessen des jeweiligen Geschlechts zugeschnitten?


Medienkompetenzbegriff in der Pädagogik


Einen pädagogisch begründeten Begriff der Medienkompetenz, der heute weit verbreitet ist, entwarf Dieter Baacke, Professor für Pädagogik an der Universität Bielefeld. Von 1984 bis 1999 war Prof. Dieter Baacke Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).


Er definierte Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung als vier Dimensionen des Medienbegriffs mit jeweils mehreren Unterdimensionen, um Reichweite und Umfang des modernen Medienlernens deutlich zu machen.


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Weitere Informationen und Praxisbeispiele aus der Medienpädagogik finden Sie auf der Website der GMK unter www.gmk-net.de


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