Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen

Die Medienwissenschaftlerin und Medienpädagogin Dr. Maya Götz hat eine Zusammenfassung von Studien des Forschungsschwerpunktes "Gender" und "Fernsehlieblingsfiguren der Mädchen und Jungen" am Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) herausgegeben. Aus der Perspektive der Mädchen und im Sinne der Jungenförderung werden Fernsehlieblingsfiguren analysiert. Qualitätskennzeichen und Erweiterungsbedarf bei der Repräsentation von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern werden formuliert.


Die Kombination von qualitativen und quantitativen Ansätzen in internationalen Studien ermöglicht formatspezifische und geschlechtersensible Analysen der Fernsehhelden und –heldinnen und ihrer Bedeutung für Mädchen und Jungen – von "SpongeBob" über "Hannah Montana" bis hin zu "Avatar - der Herr der Elemente". Eine besondere Methode sind dabei die "Bildbriefe an Fernsehverantwortliche". Sie wurden von Kindern aller Weltreligionen aus 21 Ländern im Schulunterricht geschrieben und gemalt und geben ihrer Kritik an der Darstellung von Mädchen- und Jungenfiguren eine Stimme.


Andere Studien stellen die Perspektive der Produzentinnen und Produzenten in den Mittelpunkt. Sie wurden zu ihren Qualitätsvorstellungen bei der Produktion von Fernseh- und Filmfiguren für Kinder und ihrem eigenen Genderverständnis befragt.

Zusammenfassend wird aufgezeigt, was Fernsehfiguren interessant für die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen macht, wo sich Problembereiche ergeben und welche Änderungen hin zu mehr individueller Freiheit und Geschlechtergerechtigkeit notwendig sind.


Medienpädagogisch Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit finden in der umfangreichen Darstellung Hintergrundinformation und Anregungen für die Vorbereitung eigener Gender-Projekte in der Medienarbeit.

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Maya Götz (Hrsg.):
Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen.
kopaed München 2013
www.kopaed.de