Gender und Medien

2011_Gender-und-MedienDas sechste Handbuch zum jährlich von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) vergebenen Dieter Baacke Preis legt den Schwerpunkt auf das Thema Gender mit besonderem Blick auf Jungenarbeit in der Medienpädagogik. Außerdem dokumentiert es die ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge der Jahre 2009 und 2010, die von Kita-Projekten bis zur internationalen politischen Jugendbildung reichen.

Das Mediennutzungsverhalten von Mädchen und Jungen unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht. Während Handynutzung und Chatten, Communities und E-Mails für Mädchen besonders attraktiv sind, spielen Jungen vergleichsweise häufiger Computer- und Onlinespiele. Welchen Einfluss haben diese Arten der Mediennutzung auf die Wahrnehmung von Körperlichkeit, Sexualität und Rollenverhalten? Wie lassen sich diese Einflüsse gendersensibel mit den Mitteln der Medienpädagogik begleiten? Neben wissenschaftlichen Überlegungen dazu stellen die Autorinnen und Autoren Praxisbeispiele genderorientierter Medienarbeit vor. Sie reflektieren die vielfältigen Chancen, die Medienpädagogik in der Arbeit vor allem mit Jungen, aber auch in Mädchenprojekten, bietet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das große mediale Vorwissen der Jugendlichen auch die Gefahr birgt, allzu schnell Stereotypen der medialen Welt unreflektiert zu bestätigen, statt sie zu überwinden.

Das Handbuch bietet neben dem thematischen Schwerpunkt zahlreiche praxisorientierte Anregungen für die medienpädagogische Arbeit in allen Altersgruppen der Kinder- und Jugendarbeit, von denen Fachkräfte in Kita, Schule und freier Jugendarbeit profitieren können.

Jürgen Lauffer / Renate Röllecke (Hrsg): Gender und Medien. Schwerpunkt: Medienarbeit mit Jungen, Schriftenreihe Dieter Baacke Preis Handbuch, Band 6,
kopaed Verlag, München 2011, 16,- Euro, www.kopaed.de

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