DPG-Studie | Mädchenförderung im Fach Physik verbessern

Bei der Mädchenförderung im Fach Physik besteht erheblicher Handlungsbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG). Die Studie basiert auf einer Befragung von Schulleitungen in verschiedenen Bundesländern zur Unterrichtsversorgung im Fach Physik und zum Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf das Fach.


Insgesamt 214 Schulen, die zum Abitur führen, aus zehn Bundesländern nahmen an der Studie teil. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, zeichnen aber doch ein aussagekräftiges Bild von der Situation des Faches.


In den letzten beiden Jahrgangsstufen vor dem Abitur belegten demnach 40 % aller Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2012/2013 das Fach Physik. Innerhalb dieser Gruppe lag der Anteil der Mädchen bei nur 24 % (8 % auf erhöhtem Anforderungsniveau). Bereits in der Sekundarstufe I liegt der Anteil der Mädchen, die Physik wählen, erheblich unter dem Anteil aller Schülerinnen und Schüler.


An weniger als 10 % der befragten Schulen gab es Maßnahmen zur gezielten Förderung von Mädchen im Bereich Physik. Es bestehe daher erheblicher Handlungsbedarf, so die DPG. Beispiele erfolgreicher Maßnahmen sollten gesammelt und weitere Ansätze gesucht werden.


Die geringe Akzeptanz für Physik bei Mädchen wird aber auch als gesamtgesellschaftliches Problem gesehen, durch das Zukunftschancen verschenkt würden. Mit der Arbeit in diesem Bereich dürften die Physiklehrkräfte nicht alleine gelassen werden. Ebenso notwendig sei es, auch die Kolleginnen und Kollegen zu sensibilisieren. Ein ausgeprägteres Bewusstsein wünscht sich die DPG auch in den Elternhäusern und in den Medien.


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DPG-Studie-zur-Unterrichtsversorgung-im-Fach-Physik-2014

Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.
DPG-Studie zur Unterrichtsversorgung im Fach Physik und zum Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf das Fach Physik
Bad Honnef 2014


Download der Studie unter www.dpg-physik.de/Broschüren