Schulalltag ist für Jungen ein wichtiges Thema

S.Hofschlaeger/pixelioDer vom Bundesfamilienministerium einberufene Beirat "Jungenpolitik" hat im Juni 2013 seinen Bericht vorgelegt. Daraus geht unter anderem hervor, dass der Schulalltag ein wichtiges Thema für Jungen ist. Sie wünschen sich darin vor allem mehr Bewegung und facettenreichere Unterrichtsmethoden. Den Schulalltag sehen die jugendlichen Experten des Gremiums relativ konstant durch Mobbing gekennzeichnet, körperliche Gewalt verlagert sich hingegen zunehmend auf Räume außerhalb der Schule.


Dass sich das Geschlecht der Lehrkräfte auf Leistung und Verhalten der Schüler auswirkt, konnte bislang wissenschaftlich nicht festgestellt werden. Allerdings, so der Bericht, gebe es insofern einen impliziten Gender-Vorteil der Mädchen, da Jungen zu auffälligem und undiszipliniertem Verhalten neigen und damit Gefahr liefen, schlechtere Noten zu erhalten.


Eine Präferenz für weibliche oder männliche Lehrkräfte haben Jungen dem Bericht zufolge nicht. Bei persönlichen Anliegen neigen Jungen und Mädchen jedoch dazu, sich mit einer gleichgeschlechtlichen Lehrperson zu identifizieren.


Der Jungenbeirat besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern: Sechs unabhängigen Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Praxis zum Thema Geschlechterverhältnisse, Männlichkeit, Jungen und Jungenarbeit sowie sechs männlichen Jugendlichen aus verschiedenen Lebenswelten, die zum Zeitpunkt der Konstituierung des Beirats im Mai 2011 zwischen 15 und 17 Jahre alt waren.


Ziel des Berichts ist es, darzustellen, wie Jungen heute leben, welche Themen sie bewegen und wie sie zu Themen wie Gleichstellung oder Familie stehen.


(Foto: S.Hofschläger/pixelio.de)


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Jungen-und-ihre-Lebenswelten-Vielfalt-als-Chance-und-Herausforderung


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.):
Jungen und ihre Lebenswelten – Vielfalt als Chance und Herausforderung. Bericht des Beirats Jungenpolitik.
Berlin 2013.

Weitere Informationen und Download des Berichts unter www.bmfsfj.de