Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt gestartet

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat die neue bundesweite Initiative "Schule gegen sexuelle Gewalt" vorgestellt. Sie findet in Kooperation mit den 16 Kultusministerien statt. Der erste Länderstart war am 19. September 2016 in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Schulministerin Sylvia Löhrmann. Die weiteren Länder folgen bis Ende 2018.

Mit der Initiative sollen die über 30.000 Schulen in Deutschland fachlich unterstützt und ermutigt werden, Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln und zum gelebten Schulalltag werden zu lassen. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Mädchen und Jungen durch Maßnahmen der Prävention und Intervention besser zu schützen und ihnen schneller Hilfen anzubieten.

Zur fachlichen Unterstützung von Schulen wurden eine Infomappe und das Fachportal www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de entwickelt. Die Infomappe bietet Einstiegsinformationen für Schulleitungen und Lehrkräfte und beantwortet Fragen wie "Wie gehen wir an, was alle angeht?" oder "Was muss geschehen, damit nichts geschieht?". Sie zeigt auf, welche Schritte eine Schule unternehmen kann, um das Thema im Kollegium und mit Eltern und Kindern anzusprechen, und welche Bestandteile ein Schutzkonzept enthalten sollte. Das Fachportal ist als praxisnahes Nachschlagewerk aufgebaut und bündelt das aktuelle Know-how zu Schutzkonzepten in Schulen. Es enthält länderspezifische Angebote und Informationen, die von den Ländern in eigener Zuständigkeit kontinuierlich weiterentwickelt werden.

"Schule gegen sexuelle Gewalt" wird unterstützt von den Freien Schulträgern und dem Bundeselternrat - sowie den Gewerkschaften, Lehrerverbänden und dem Betroffenenrat.

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