Fachtagung zur Berufs- und Studienorientierung

Fachtagung-Berufsorientierung-November-2016_Kultusministerin-Frauke-HeiligenstadtDie Niedersächsische Landesregierung stärkt die Berufs- und Studienorientierung an den allgemein bildenden Schulen. Zu den Schwerpunkten einer Fachtagung des Niedersächsischen Kultusministeriums in Hannover gehörte unter anderem die konkrete Umsetzung einer gendergerechten Berufsorientierung. Im niedersächsischen Musterkonzept hat auch der Zukunftstag für Mädchen und Jungen als Angebot zur geschlechtergerechten Berufsorientierung für die Klassenstufen 5 bis 9 einen festen Platz. Rund 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich auf der Veranstaltung im November 2016 über vorhandene, angedachte oder bereits erprobte Maßnahmen zur Berufsorientierung.

Das niedersächsische Musterkonzept Berufs- und Studienorientierung wird derzeit beraten. Im Anschluss wird ein neuer Grundsatzerlass erarbeitet.


Mit dem vorgelegten Konzept würden die Handlungsempfehlungen aus dem Bündnis Duale Berufsausbildung konsequent umgesetzt, erklärte die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt während der Tagung. Berufs- und Studienorientierung solle in allen Kerncurricula in allen Schulformen verankert werden und ein flächendeckendes Berufsorientierungsprogramm für alle Schulformen eingeführt werden. So soll Ausbildungs- und Studienabbrüchen entgegengewirkt werden.


Bisher liegt der Schwerpunkt bei der Berufsorientierung auf den Haupt-, Real- und Oberschulen sowie den entsprechenden Zweigen der Kooperativen Gesamtschulen. Das Angebot an berufs- und studienorientierenden Maßnahmen soll auf die Oberstufen von Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen erweitert werden.


"Alle Schülerinnen und Schüler müssen über ihre vielfältigen Chancen und Möglichkeiten nach ihrem Schulabschluss informiert sein, damit sie eine durchdachte, für sie individuell passende Berufswahlentscheidung treffen können. Das gilt natürlich auch für Schülerinnen und Schüler, die das Abitur anstreben. Neben Studium und schulischer Ausbildung nehmen wir mit der Ausweitung der Berufsausbildung auch die Vielfalt und Attraktivität der dualen Ausbildung stärker in den Blick", so Frauke Heiligenstadt.


In Niedersachsen nimmt das Thema Berufsorientierung breiten Raum ein. So unterstützt unter anderem die Koordinierungsstelle Berufsorientierung, die das Land Niedersachsen mit Unterstützung der Regionaldirektion Niedersachsen - Bremen der Bundesagentur für Arbeit betreibt, Schulen dabei, passgenaue Berufsorientierungsangebote zu finden.


Über die Niedersächsische Landesschulbehörde sind Fachdezernentinnen und -dezernenten und rund 60 Beraterinnen und Berater für Berufsorientierung im Einsatz. Ab dem Frühjahr 2017 werden weitere Beraterinnen und Berater auch für die Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen aktiv sein können.


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Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 3. November 2016
www.mk.niedersachsen.de


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