Berufliche Bildung - klischeefrei: Kultusminister Tonne zeichnet Schulen aus

Mit einem Besuch des Berufsbildungs- und Technologiezentrums in Osnabrück hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne im April 2019 die erste "Woche der beruflichen Bildung" in Niedersachsen gestartet. Im Rahmen der Veranstaltung würdigte der Minister auch vier Berufsbildende Schulen mit der Auszeichnung "Berufliche Bildung - klischeefrei". Die Chancen und Möglichkeiten betrieblicher Praxis, des Erwerbs beruflicher Kompetenzen sowie die große Vielzahl an Berufs- und Karriereoptionen durch die berufliche Bildung wurden während der Aktionswoche noch besser sichtbar gemacht.


Die Niedersächsische Landesregierung setzt damit ein klares Zeichen für die berufliche Bildung: Die Kabinettsmitglieder sowie die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre beteiligen sich an der ersten niedersächsischen "Woche der beruflichen Bildung". Ministerpräsident Stephan Weil sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Niedersächsischen Landesregierung besuchen Orte der beruflichen Bildung und werben im ressortbezogenen Kontext für die berufliche Bildung. Auf der umfangreichen Besuchsliste stehen Ausbildungsbetriebe, Berufsbildende Schulen, Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung der Gesundheitsfachberufe und vollzeitschulischen sozialen Berufe und überbetriebliche Bildungsstätten.


Auszeichnung "Berufliche Bildung – klischeefrei"


Im Rahmen der Auftaktveranstaltung im BTZ Osnabrück hat Minister Tonne vier Berufsbildende Schulen mit der Auszeichnung "Berufliche Bildung - klischeefrei" gewürdigt. Diese Würdigung erfolgt für ein proaktives Vorgehen gegen Geschlechterklischees in der beruflichen Bildung. Die Schulen begeistern mit pädagogischen Konzepten junge Frauen und Männer für geschlechtsuntypische Ausbildungsberufe und erhalten jeweils eine Urkunde sowie 1.000 Euro als Anerkennung.


"In allen Berufen werden die Perspektiven beider Geschlechter benötigt. Gemischte Teams arbeiten verschiedenen Studien zufolge kreativer und effizienter als reine Männer- oder Frauenteams. Unser Ziel sind selbstbewusste, engagierte, kritisch hinterfragende junge Menschen, die sich frei entfalten und eine selbstbestimmte und reflektierte Berufswahlentscheidung treffen können. Deswegen sind klischeefreie Bildung, aber auch klischeefreie berufliche Orientierung und berufliche Bildung besonders wichtig", unterstrich Kultusminister Tonne.


Ausgezeichnet wurden

  • BBS Lingen: Die Schule führt seit 2009 in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Emsland und der Agentur für Arbeit erfolgreich das Projekt Mädchen in Technik (MinT) durch. Schülerinnen allgemein bildender Schulen erhalten drei Tage Einblick in gewerblich-technische Berufsbilder, die stark von der Wirtschaft nachgefragt sind.
  • Anne-Marie-Tausch-Schule, Berufsbildende Schule der Stadt Wolfsburg: Die BBS führt seit Jahren engagiert und medienwirksam den Zukunftstag für Jungen für die Ausbildungsmöglichkeiten zum Erzieher, Ergotherapeuten oder zum Pflegeassistenten durch.
  • Axel-Bruns-Schule, BBS II Celle: Die BBS begeistert Mädchen für technische Berufe und möchte sie im Spannungsfeld von Kreativität und Technik hoch qualifizieren und auf mögliche Führungsrollen in technischen Berufen vorbereiten.
  • BBS Rinteln: Die BBS trägt systematisch dazu bei, in den Fachbereichen Pflege und Sozialpädagogik für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen jungen Männern und jungen Frauen zu sorgen. Die Schule unterstützt aktiv die Initiative "Mehr Männer in Kitas" sowie das Projekt "Männer in der Pflege" im 2. Ausbildungsjahr der Berufsfachschule Altenpflege.

 

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Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Kultusministerium, 01.04.2019
www.mk.niedersachsen.de