Deutscher Lehrerpreis 2017 in Berlin verliehen

Insgesamt 15 Lehrerinnen und Lehrer sowie sechs Pädagogen-Teams aus insgesamt neun Bundesländern wurden in Berlin mit dem Deutschen Lehrerpreis – Unterricht innovativ 2017 ausgezeichnet. Rund 4.800 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten sich zum zehnjährigen Jubiläum am Wettbewerb, der von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird.


Im Bereich "Schüler zeichnen Lehrer aus", einer der beiden Wettbewerbskategorien, wurden 15 besonders engagierte Lehrkräfte von Schülerinnen und Schülern der diesjährigen Abschlussklassen nominiert. Zwei der Auszeichnungen gingen nach Niedersachsen an Jens Krohn, der an der Integrierten Gesamtschule Roderbruch in Hannover unterrichtet hat, und an Andrea Passchier, die an der Max-Eyth-Schule, Berufsbildende Schulen Schiffdorf, unterrichtet.


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In der zweiten Kategorie des Wettbewerbs, "Lehrer: Unterricht innovativ", reichten auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Lehrkräfte-Teams aus ganz Deutschland innovative und fächerübergreifende Unterrichtsprojekte ein. Den ersten Preis vergab die Jury an das Pädagogen-Team um Projektleiterin Adriane Langela-Bickenbach vom Gymnasium St. Leonhard in Aachen für ihr länderübergreifendes GLAS-Projekt. Schülerinnen und Schüler können sich im Rahmen des regulären Fachunterrichts durch regelmäßige Videokonferenzen mit Gleichaltrigen aus der niederländischen Partnerschule in ihren jeweiligen Muttersprachen unterhalten. Ziel des Projekts ist die Erhöhung der interkulturellen Handlungsfähigkeit und die Steigerung der fremdsprachlichen, kommunikativen und medialen Kompetenz.


Der zweite Preis in dieser Kategorie ging an ein Team um Projektleiter Patrick Oberdörfer von der Adolf-Kolping-Berufsschule München zur Sonderpädagogischen Förderung mit dem Förderschwerpunkt Lernen für das Projekt "Ein Maibaum für die Schule". Ziel des Unterrichtsprojektes war die Herstellung eines traditionellen Maibaums und die Durchführung eines dazugehörigen Schulfestes. Die Maibaum-Erstellung sollte die sehr heterogene Schülerschaft an den Ablauf eines Projektunterrichts heranführen und einen fächerverbindenden und übergreifenden Unterricht anbieten. Mit der Thematisierung eines regionalen Brauchs wurde eine alte Tradition gepflegt und dies trug zur Integration immigrierter Schülerinnen und Schüler in den bayerischen Kulturkreis bei.


Mit dem dritten Preis wurde ein Team um Projektleiter und Gesamtschuldirektor Dirk Braun von der Gesamtschule Höhscheid in Solingen für ihr Projekt "Schlüsselkompetenzen trainieren" ausgezeichnet. Hinter diesem Titel verbergen sich drei verschiedene Lern-Arrangements: das "Individualisierte Lernen" in Lernbüros für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik, die Unterstützung der Fächer Naturwissenschaften, Arbeitslehre, Religion und Gesellschaftslehre durch "kooperatives sowie projektorientiertes Lernen in Epochen" sowie die "Wahldifferenzierung in Werkstätten" in den Fächern Kunst, Musik und Sport. Für die Umsetzung dieses Projekts ist die Heranführung an die benötigten Schlüsselkompetenzen unabdinglich.


Darüber hinaus zeichnete die Jury noch drei weitere innovative Unterrichtskonzepte mit Sonderpreisen aus.


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Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) vom 15. Januar 2018
www.lehrerpreis.de