fair@school : Antidiskriminierungsstelle und Cornelsen zeichnen Schulprojekte aus

fair-school-Wettbewerb_ADSVielfalt stärken, Diskriminierung verhindern - diese Werte im Schulleben zu fördern, ist Ziel des Wettbewerbs "fair@school - Schulen gegen Diskriminierung". In Berlin zeichneten die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag zum dritten Mal vorbildliche Projekte aus, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen.

114 engagierte Schulen reichten Projekte ein, so viel wie nie zuvor. "Das ist ein klares Zeichen, wie wichtig Schulen der Einsatz für einen fairen Schulalltag und gleichberechtigtes Lernen ist", sagte Bernhard Franke, der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Frank Thalhofer, Geschäftsführer im Cornelsen Verlag, sagte: "Als wir vor drei Jahren fair@school ins Leben gerufen haben, dachten wir noch, wir müssten eine Anregung schaffen, damit Schulen sich mit Vorurteilen und Ausgrenzung auseinandersetzen. Aber schon bei der ersten Ausschreibung merkten wir, dass es ganz anders ist. Sehr viele Schulen sind bereits aktiv."

"Wenn es in der Schule gut läuft, ist das gut für den Alltag und den weiteren Weg ins Leben. Nicht nur, was die Lerninhalte angeht, sondern auch was den menschlichen Umgang in Respekt und Offenheit angeht, ist Schule prägend. Viele Engagierte sorgen dafür, dass das an vielen Orten gelingt", sagte Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Den ersten Preis in Höhe von 3.000 Euro erhielt das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung in Mönchengladbach. Das Projekt "Fremdheit überwinden – Brücken bauen" ist ein Gemeinschaftsprojekt dreier Klassen. Die jungen Leute aus 13 Nationen bauten gemeinsam Brücken, die weiter auf dem Schulgelände stehen, und schrieben gemeinsam ein Lied über Rassismus und Fremdheit. Ziel des Projekts und des andauernden Austauschs der Schülerinnen und Schüler war es, Vielfalt als Chance zu sehen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Der zweite Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an die August-Bebel-Grundschule in Leipzig für das Projekt "!Respect macht Schule". Das Projekt schult in der Vorbeugung von Diskriminierung und Ausgrenzung und richtet sich auch an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern. Damit gelang es den Teilnehmenden, den oft von Konflikten geprägten Schulalltag zu verbessern und ein Bewusstsein für Respekt und Toleranz zu schaffen.

Die "IG Friedenstaube" des Otto-Nagel-Gymnasiums in Berlin erhielt den dritten Preis und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Interessengemeinschaft (IG) Friedenstaube ist eine selbst organisierte Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Bundesfreiwilligen und Studierenden, die seit 2014 Projekte zu sozialen Themen organisiert. Zu den derzeitigen Projekten gehört unter anderem eines über den Holocaust, eines über Gewalt an Frauen und eines über Inklusion. Die Projekte werden komplett unabhängig von Lehrkräften organisiert.

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