Niedersachsen-Technikum führte ins Studium der Nanotechnologie

Luisa empfiehlt das Niedersachsen-Technikum für alle jungen Frauen, die nach der Schule nicht genau wissen, was sie machen sollen und Interesse an Technik und Naturwissenschaften haben. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie das Niedersachsen-Technikum abläuft und warum sie anschließend mit dem Studiengang Nanotechnologie die richtige Wahl getroffen hat:


Luisa-Enders_privat_2_GY-In-der-W-150pxMein Name ist Luisa, ich bin 21 Jahre alt und habe 2014 mein Abitur am Gymnasium "In der Wüste" in Osnabrück absolviert. Da ich nach dem Abitur nicht genau wusste, was ich machen soll, aber am meisten Interesse am naturwissenschaftlichen/technischen Bereich hatte, meine Leistungskurse waren auch Mathe, Physik und Biologie, habe ich mich umgehört und bin auf das Niedersachsen Technikum gestoßen. Nach ausführlicher Recherche habe ich mich beschlossen dieses ab September 2014 zu machen und mich dort in Form eines gestellten Ausfüllbogens zu bewerben.


Niedersachsen-Technikum gibt vielfältige Einblicke


Angeboten wird das Technikum in mehreren Städten in Niedersachsen, wobei ich mich für Osnabrück entschieden habe. Das Wort Technikum setzt sich aus den Wörtern Praktikum und Technik zusammen und war ein halbjähriges Praktikum, was sich an junge Frauen gerichtet hat, die Interesse am naturwissenschaftlichen bzw. technischen Bereich hatten, aber sich noch nicht sicher waren, ob dies wirklich etwas für einen ist.


Während des Technikums hat man an einem Tag in der Woche Vorlesungen bzw. Praktika der Hochschule oder Universität Osnabrück besucht und an den restlichen vier Tagen war man in einem Unternehmen in der Region und hat dort Einblicke in den Ingenieursberuf und diverse Tätigkeiten bekommen. Zudem gab es zahlreiche Unternehmensbesuche und anderweitige Treffen.


Das Unternehmen, in welchem ich war, war die Elster GmbH (heute Honeywell) in Lotte/Büren, welche für die Herstellung von Gaszählern bekannt ist. Im Unternehmen habe ich in dem halben Jahr die verschiedenen Abteilungen durchlaufen, was sehr abwechslungsreich war, da man immer neue Aufgaben bekommen hat. Außerdem hat man im Laufe des Praktikums im jeweiligen Unternehmen eine individuelle Projektarbeit mit Versuchen und Messungen gemacht, welche am Ende des Niedersachsen Technikums vor etwa 150 Leuten in der Schlossaula in Osnabrück kurz vorgestellt werden musste.


Ich kann das Niedersachsen Technikum für alle jungen Frauen empfehlen, die nach der Schule nicht genau wissen, was sie machen sollen und eventuell Interesse an der Technik und den Naturwissenschaften haben. Man hat viele Einblicke in Vorlesungen und Ingenieurstätigkeiten bekommen und konnte sogar freiwillig die Klausur am Ende des Semesters mitschreiben und sich ein Bestehen auf spätere Studiengänge anrechnen lassen. Zudem hat man sogar etwas Gehalt bekommen.


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Foto: Luisa während der Projektarbeit am Kraftprüfstand bei der Elster GmbH


Bei der Studienwahl ist Interesse wichtiger als Perfektion


Nach dem Technikum wusste ich, dass ich in dem Bereich bleiben will, weil mein Interesse auf jeden Fall der Technik und den Naturwissenschaften galt. Somit habe ich eine Liste mit allen Studiengängen in Deutschland erstellt, die in diesen Bereich passten, mich über diese informiert und nach und nach Studiengänge rausgestrichen, bis nur noch wenige übriggeblieben sind.


Der Studiengang Nanotechnologie ist mir schon direkt am Anfang ins Auge gefallen und schließlich bin in darauf gekommen ab dem Wintersemester 2015 Bio-und Nanotechnologien an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn (bei Dortmund) zu studieren, da mir der biologische Bereich auch sehr gefällt und ich somit eine Art Mischung aus Technik und Naturwissenschaften habe. In diesem Studium hat man neben den Vorlesungen noch viele Praktika in den Laboren der FH und kann somit neben der Theorie auch die Praxis vertiefen.


Am Anfang war ich noch unsicher, da dieser Studiengang neben Mathe, Physik, Biologie und vielen anderen Modulen auch mehrere Chemiemodule enthält und ich Chemie seit der 10. Klasse nicht mehr hatte. Doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass man, wenn man Interesse an einem Thema hat und sich damit beschäftigt, die Dinge und Formeln, die am Anfang so schwierig wirkten, nach und nach versteht. Mittlerweile bin ich im 4. Semester und habe bisher alle Klausuren mit recht guten Noten bestanden. Ich kann also empfehlen, dass man nicht zu schnell urteilen soll ob man etwas schaffen kann und sich von schwierigen Inhalten nicht abschrecken lassen soll, denn wenn man an etwas Spaß hat, läuft das Lernen ganz von alleine. Selbst wenn man mal eine Klausur nicht bestehen sollte, sollte man nicht aufgeben, denn beim nächsten Anlauf läuft es vermutlich deutlich besser, wie ich bei Kommilitonen von mir mitbekommen habe.


Wenn man Interesse an einem Studiengang hat, aber nicht weiß ob dieser wirklich was für einen oder zu schwer ist, sollte man vielleicht Praktika vorher in diesem Bereich machen oder freiwillig Vorlesungen besuchen, bevor man sich dazu entschließt sich einzuschreiben.



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