Niedersachsens Gleichstellungsministerium schließt sich den 'Nationalen Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees' an

Das Niedersächsische Gleichstellungsministerium ist der Initiative "Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees" beigetreten. "Als Frauen- und Gleichstellungsministerin bewerte ich die geschlechtsspezifische Wahl des Berufs oder Studiums als eine Hauptursache des Gender Pay Gap. Deshalb unterstreiche ich die überaus große Bedeutung einer klischeefreien Berufs- und Studienwahl und begrüße die darauf abzielende bundesweite Initiative sehr", erklärt Gleichstellungsministerin Rundt.


Niedersachsen beschreitet mit Aktivitäten wie der "IdeenExpo" - Deutschlands mittlerweile größtem Jugend-Event für Naturwissenschaften und Technik - oder dem "Niedersachsen - Technikum für MINT-interessierte Abiturientinnen" bereits innovative Wege. "Wir setzen uns nachdrücklich dafür ein, das Spektrum der Berufswahl jenseits der traditionellen Zuschreibung von Frauen- und Männerberufen zu erweitern und damit überkommenen Rollenbildern sowie Geschlechterklischees entgegenzuwirken", betont Rundt.


Die Nationalen Kooperationen bieten konkrete und schulalltagstaugliche Unterstützung im Bereich der Studien- und Berufsorientierung sowie Lebensplanung junger Menschen. Sie folgen den "Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtssensible schulische Bildung und Erziehung", auf die sich die Bundesländer vergangenes Jahr verständigt hatten.


Kooperationspartner der Initiative sind bereits die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, das Hessische Wirtschaftsministerium sowie Partner aus Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft. Auch fünf Bundesministerien sind beteiligt: Das Ministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend, das Ministerium für Bildung und Forschung, für Arbeit und Soziales, das Ministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.


"Nur wenn wir uns weiter aktiv für eine moderne, geschlechterunabhängige Berufs- und Studienwahl einsetzen, werden wir Erfolge dabei haben, Geschlechterklischees zu überwinden. Die bundeweite Initiative wird dazu maßgeblich beitragen", unterstreicht Rundt. "Gleichzeitig müssen wir uns dafür einsetzen, dass auch geschlechtstypische Berufe, z.B. in der Pflege, die häufig von Frauen ausgeübt werden, deutlich besser bezahlt und auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Denn auch das trägt dazu bei, den Gender Pay Gap zu reduzieren."


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Umfassende Informationen zu den Nationalen Kooperationen finden sich auf dem beim Bundesinstitut für Berufsbildung angesiedelten Webportal unter www.klischee-frei.de.