Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung

Wie kann Jugendlichen die ganze Breite der Berufswahlmöglichkeiten vor Augen geführt werden? Wie können Schulen die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft für Praktika und Ausbildungsplätze organisieren? Ist eine Stärken-Schwächen-Analyse für Schülerinnen und Schüler eine gute Hilfestellung bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium? Welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Schulen gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich 21 Gymnasien und Gesamtschulen aus ganz Niedersachsen im Kultusministerium bei einem Gründungstreffen für das "Schulnetzwerk Berufs- und Studienorientierung" im September 2015 beschäftigt.


Die von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eingeladenen "Leuchtturmschulen" mit beispielgebenden schuleigenen Konzepten in der Berufs- und Studienorientierung sollen ihre Erfahrungen bei der Entwicklung eines "Musterkonzepts Berufsorientierung" durch das Kultusministerium einbringen. "Aus diesem Leitfaden können zukünftig auch andere Schulen schöpfen und sich Anregungen für ihre Berufs- und Studienorientierung holen. Es geht um gute Beispiele aus der schulischen Praxis", erläutert Heiligenstadt. Mit dem Vernetzungstreffen zwischen den Schulen - aber auch zwischen Schulen und dem Kultusministerium - würde die Berufsorientierung an den niedersächsischen Schulen ein gutes Stück nach vorne gebracht.


Die Stärkung der Berufs- und Studienorientierung insbesondere an Gymnasien und Gesamtschulen ist Teil des "Bündnis Duale Berufsausbildung" der Niedersächsischen Landesregierung. Im Niedersächsischen Kultusministerium werden derzeit die untergesetzlichen Regelungen erarbeitet, um auch an Gymnasien und den Gesamtschulen den erforderlichen schulischen Freiraum für die Berufs- und Studienorientierung zu schaffen und zum festen Teil des Schullebens zu machen. Auch den betreffenden Erlass zur Berufs- und Studienorientierung überarbeitet das Kultusministerium im kommenden Jahr.


Im Rahmen der Veranstaltung wurden den Leuchtturmschulen auch die neuen Angebote der Koordinierungsstelle Berufsorientierung (KOBO) für den Sekundarbereich II vorgestellt. Mit den Modulen "Studienorientierung" und "Studienerkundung" erweitert die gemeinsame Servicestelle des Landes Niedersachsen und der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit ihr Angebot erstmals auf die Fragestellungen, welches Studium für Schülerinnen und Schüler das richtige sein könnte sowie um einen möglichen "Uni-Schnuppertag".


Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 11.09.2015 www.mk.niedersachsen.de


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