Girls'Day / Boys'Day: Fragen und Antworten

Der jährliche Zukunftstag Girls'Day / Boys'Day bietet Gelegenheit zur Berufsorientierung jenseits von Geschlechterklischees. Hier finden Lehrkräfte und Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Fragen und Antworten zur Organisation und Gestaltung dieses besonderen Berufserkundungstages.

Wann findet der Girls'Day / Boys'Day statt?

Der für den 26. März 2020 geplante Girls'Day / Boys'Day findet nicht statt. Der nächste Girls'Day und Boys'Day findet am 22. April 2021 statt.

Welche Idee steht hinter dem Aktionstag?

Der Girls'Day / Boys'Day ist ein besonderer Tag zur Berufsorientierung. Viele Mädchen und Jungen sind der Meinung, dass "Frauenberufe" oder "Männerberufe" am besten zu ihnen passen. Sie suchen später nur in wenigen Berufsfeldern nach Ausbildungs- oder Studienplätzen. Der Zukunftstag zeigt, dass viel mehr möglich ist. Die Schülerinnen und Schüler erkunden an diesem Tag "untypische" Berufe: Jungen testen ihr Talent für soziale, pädagogische und pflegerische Berufe oder Studiengänge. Mädchen gewinnen Einblick in technische, naturwissenschaftliche oder handwerkliche Ausbildungen und Studienrichtungen. Aus diesen Erfahrungen können sich neue oder zusätzliche Ideen und Perspektiven für die spätere Berufswahl ergeben.

Wer nimmt teil?

Am Girls'Day / Boys'Day nehmen in der Regel Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 an weiterführenden Schulen teil. Wie der Zukunftstag organisiert wird und abläuft, legen die Schulen in eigener Verantwortung fest.

Wo findet der Girls'Day / Boys'Day statt?

Viele Schülerinnen und Schüler nehmen an Angeboten zum Girls'Day / Boys'Day außerhalb der Schule teil. Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen bieten Aktionen für Mädchen oder für Jungen an, die dem Anliegen der geschlechtersensiblen Berufsorientierung entsprechen. Daher sollten getrennte Angebote für Mädchen und für Jungen gemacht werden. Es ist auch möglich, auf eigene Initiative einen Platz in einem Unternehmen zu suchen oder die Eltern an deren Arbeitsplatz zu begleiten. Jugendliche, die nicht an externen Angeboten teilnehmen, verbringen den Zukunftstag in der Schule. Viele Schulen machen an diesem Tag eigene Angebote zur Berufs- und Lebensplanung für Mädchen und Jungen.

Welche Berufe bieten sich für Mädchen, welche Berufe bieten sich für Jungen zur Erkundung an?

Viele soziale, pädagogische und medizinische Arbeitsplätze bieten sich für einen Jungen-Zukunftstag an: Als Erzieher, Grundschullehrer, medizinischer Fachangestellter oder Altenpfleger arbeiten leider bisher nur wenige Männer. In technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Berufen fehlen die Mädchen, zum Beispiel als Tischlerin, Elektronikerin oder IT-Fachkraft. Auf den Websites www.boys-day.de und www.girls-day.de finden Sie entsprechende Berufelisten.

Wie finden die Schülerinnen und Schüler Plätze für die Teilnahme?

Informationen über freie Plätze sind online zu finden unter www.boys-day.de/Boys_Day-Radar oder www.girls-day.de/Girls_Day-Radar.

Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch?

Die Jugendlichen können ihre Eltern, Verwandte oder Bekannte an deren Arbeitsplatz begleiten oder sich selbst bei den Unternehmen erkundigen, die sie gerne kennen lernen möchten.

Wie wird die Schule darüber informiert, dass eine Schülerinnen oder ein Schüler am Girls'Day / Boy'Day teilnehmen möchte?

Die Schülerinnen und Schüler werden in der Regel für die Teilnahme am Zukunftstag vom Unterricht freigestellt. Die Formulare zur Freistellung vom Unterricht finden Sie hier:
Freistellung für die Teilnahme am Girls'Day
Freistellung für die Teilnahme am Boys'Day

Wie wird die Teilnahme bestätigt?

Zum Nachweis der Teilnahme lassen sich die Jugendlichen vom Unternehmen eine Teilnahmebestätigung ausstellen: Teilnahmebestätigung Girls'Day
Teilnahmebestätigung Boys'Day
Einige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stellen auch eigene Teilnahmeurkunden aus.

Müssen die Schülerinnen und Schüler den Girls'Day / Boys'Day in der Nähe der Schule verbringen?

Wenn Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, an einem Angebot zum Zukunftstag in der weiteren Umgebung der Schule teilzunehmen, sollten Eltern frühzeitig in der Schule abklären, ob das möglich ist. Am besten lassen Sie sich dies mit dem Formular zur Freistellung vom Unterricht von der Schule bestätigen.

Wer entscheidet über die Teilnahme an Angeboten?

Die Teilnahme am Zukunftstag dient der gendersensiblen Berufsorientierung. Nicht jedes Angebot von Unternehmen oder Einrichtungen entspricht dieser Zielsetzung. Der Zukunftstag ist Teil des schulischen Berufsorientierungskonzeptes. Daher entscheidet die Schule über die Freistellung vom Unterricht und im Zweifel auch über die Frage, ob das von den Jugendlichen gewählte Angebot im Einzelfall für den Zukunftstag geeignet ist.

Was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler keinen Platz für die Teilnahme finden?

Die Teilnahme an externen Angeboten zum Zukunftstag für Mädchen und Jungen ist nicht verpflichtend. In der Regel findet an diesem Tag Unterricht für diejenigen statt, die keinen Platz in Unternehmen gefunden haben. Viele Schulen nutzen den Zukunftstag für andere Angebote zur Berufs- und Lebensplanung. Ein Nachteil entsteht den Schülerinnen und Schülern dadurch nicht.

Wie lange dauert die Teilnahme am Girls'Day / Boys'Day?

Die Unternehmen oder Einrichtungen, die Plätze für die Teilnahme am Zukunftstag bereitstellen, organisieren das Angebot in eigener Verantwortung. Viele informieren vorab über das Programm oder stellen einen zeitlichen Ablaufplan zur Verfügung. Wenn die Jugendlichen den Aktionstag auf eigene Initiative hin in einem Unternehmen verbringen, sollten sie oder ihre Eltern klären, wer die Betreuung übernimmt und wie lange der Erkundungstag dauern wird.

Wird die Teilnahme bezahlt?

Für die Teilnahme am Girls'Day / Boys'Day erhalten die Schülerinnen und Schüler keine Bezahlung.

Sind die Schülerinnen und Schüler während der Teilnahme versichert?

Die Teilnahme am Zukunftstag in Niedersachsen gilt als Schulveranstaltung im Rahmen der Berufsorientierung. Die Schülerinnen und Schüler sind gesetzlich unfallversichert. Außerdem besteht Haftpflichtdeckungsschutz durch den Kommunalen Schadenausgleich (KSA) für Schülerinnen und Schüler aus Schulen von kommunalen Schulträgern. (vgl. Runderlass des MK vom 17.09.2018: "Berufliche Orientierung an allgemein bildenden Schulen")

An wen können wir uns bei Fragen wenden?

Weitere Informationen zum Aktionstag und über Angebote von Unternehmen zum Zukunftstag finden Sie unter www.girls-day.de und www.boys-day.de.

Infos für Mädchen

Maedchen-bearbeiten-ein-LED-Licht_Kompetenzz-Technik-Diversity-Chancengleichheit_200px
Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Infos für Jungen

Maenner und Grundschule_Uni Hildesheim3_Foto-Isa-Lange-Uni-Hildesheim_200px
Foto: Isa Lange, Uni Hildesheim